Die Hunde und das gesamte DUO-Team sagen "Danke fuer Ihre Unterstützung!"

Vor nunmehr über 20 Jahren (1990) wurde auf der Mittelmeerinsel
Ibiza der Tierschutzverein D.U.O. Tierhilfe Ibiza von einigen wenigen, engagierten Tierschützern gegründet. Mehr als 20 Jahre harte, oft bis an die Grenzen der physischen und psychischen Belastbarkeit gehende Arbeit liegen hinter den Tierschützern. Zeit, vielleicht auch einmal ein wenig Bilanz zu ziehen. Viele Tiere konnten in dieser Zeit gerettet werden: Verstoßene Streunerhunde, ausgesetzte Welpen, alte zur Zucht missbrauchte und weggeworfene Hunde, wie lästiger Unrat in Mülltonnen oder an Straßenrändern entsorgte Tiere. Kastrationsaktionen für Hunde und Katzen wurden und werden noch immer regelmäßig durchgeführt und helfen, die Zahl der unerwünschten Tiere nicht weiter wachsen zu lassen.
Der schönste Erfolg für die Tierschützer und großer Ansporn, ihre Arbeit weiter fortzusetzen, sind sicher die zahlreichen Rückmeldungen glücklicher neuer Hundeeltern, die einem dieser armen Geschöpfe ein neues Zuhause gegeben haben.
Dies gibt ihnen die Zuversicht, dass ihre Arbeit weiterhin wichtig und sinnvoll ist, wenn z.B. wieder einmal am frühen Morgen ein Karton mit Tieren vor dem D.U.O. Tierhilfe Ibiza-Büro steht, abgeschobene, ungewollte Wesen. Aber selbst die Tatsache, dass man die Tiere immer häufiger uns Tierschützern vor die Tür stellt, anstatt sie auf dem fahrenden Auto am Straßenrand zu entsorgen, ist im Gegensatz zu den Anfängen bereits ein Erfolg.
Glücklicherweise konnte D.U.O. zum damaligen Zeitpunkt bereits auf die Unterstützung einiger deutscher Tierheime hoffen, zu denen der Verein im Laufe der Jahre Kontakte aufgebaut hat. Ohne die Hilfe aus Deutschland war und ist eine Vermittlung der Vielzahl der herrenlosen Hunde nicht möglich; auf der Insel selbst sind die Vermittlungschancen trotz aller Anstrengungen noch immer zu gering, um all die Tiere unterzubringen.
Über 20 Jahre Tierschutzarbeit mit Aufklärungskampagnen, beharrlichem Vorsprechen und Verhandeln bei Kommunen und spanischen Behörden zeigen aber auch erste Erfolge. Viele kennen die schrecklichen Bilder aus den sogenannten Perreras, den Stationen der Hundefänger, die es noch überall in Spanien gibt. Dort wartet auf die eingesammelten Hunde der Tod, sofern sich nicht nach einer gewissen Frist (meist 10 - 20 Tage) ein Besitzer meldet. Auf Ibiza gibt es zwei solcher Perreras. Im Laufe der Zeit hat sich so etwas wie eine Zusammenarbeit zwischen D.U.O. Tierhilfe Ibiza und den Hundefängern entwickelt. Der Verein wird informiert über Hunde, deren Frist abgelaufen ist und darf sie übernehmen.
Dass es auch anders geht, und beharrliches Vorsprechen der Tierschützer auch Bewusstsein verändern kann, zeigt die Einrichtung der Kommune Ibiza Stadt. Dort ist eine neue Station entstanden, die sich als Tierheim versteht und diese Bezeichnung auch zurecht trägt. Die Hunde sind in neuen - wenn auch kleinen Zwingern - untergebracht. Alles wirkt hell und sauber. Täglich ist der Hundefänger mehrere Stunden vor Ort und versorgt die hier untergebrachten Tiere. Auch startet die Kommune erste Schritte, um selbst die hier untergebrachten Tiere an Interessenten zu vermitteln. Ein erster Schritt in die richtige Richtung, der den Tierschützern Mut macht, ihren Weg weiter zu gehen.
Viel Arbeit liegt noch vor DUO Tierhilfe Ibiza. Denn noch reißt die Zahl der herrenlosen Hunde nicht ab. Dabei ist der Verein weiter auf Hilfe von außen angewiesen. Die Kosten für die medizinische Versorgung (Impfung, Bluttest, Kastration, Behandlung von verletzten und kranken Tieren) und das Futter sind immens, und können nur durch Spenden finanziert werden, denn der Verein erhält bei seiner Arbeit keinerlei öffentliche Unterstützung.
Seit Mitte der neunziger Jahre ist D.U.O. Kooperationspartner des ETN (Europäischer Tier- und Naturschutz e.V.). Der ETN ist Dachverband für viele Tierschutzorganisationen in ganz Europa. Ein für D.U.O. immens wichtiger finanzieller Beitrag wird monatlich vom ETN für die Arbeit von D.U.O. zur Verfügung gestellt, ohne welchen die finanziellen Aufwendungen gar nicht zu bewältigen wäre. DUO Tierhilfe Ibiza dankt ETN dafür ganz besonders.
Hilfe von außen bedeutet aber auch, dass weiterhin Tiere mit Hilfe deutscher Tierheime vermittelt werden müssen. In einem zusammenwachsenden Europa eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass Tierschutz nicht an Landesgrenzen halt macht! Sicher gibt es immer Kritik an dem "Import von Tieren". Helfen sollte man überall dort, wo Hilfe nötig ist. Die am lautesten kritisieren sind sicher auch nicht diejenigen, die dafür eintreten, vor Ort in Deutschland den unzähligen sogenannten Kampfhunden, die zuhauf in den Tierheimen dahinvegetieren, zu helfen oder Massenzüchtern, die nach wie vor ungestört ungeimpfte, kranke Welpen aus den Ländern des Ostblocks importieren, endlich das Handwerk zu legen.
