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Beim Tierarzt

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 23. November 2011 01:45

Mittelmeerkrankheiten bei Hunden aus dem Süden

Die sogenannten Mittelmeerkrankheiten umfassen:

  • Leishmaniose
  • Babesiose
  • Ehrlichiose
  • Dirofilariose
  • Borreliose

Im Folgenden gehe ich kurz auf die einzelnen Krankheiten und deren Bedeutung für die Rassen Podenco und Galgo Espanol ein.

Leishmaniose

Der Erreger der Leishmaniose beim Hund heißt Leishmania infantum und ist ein Einzeller. Übertragen wird die Leishmaniose durch den Stich der Sandmücke Phlebotomus. Die Leishmaniose kommt im gesamten Mittelmeerraum vor, dies entspricht auch dem Verbreitungsgebiet der Sandfliege. Weitere Verbreitungsgebiete sind Ungarn und Rumänien; Frankreich bis in den Pariser Raum. Die Leishmaniose kann entweder als Hautform (kutane Form) oder als Organform (viszerale Form) auftreten. Die Hautform äußert sich vor allem in schuppigen, haarlosen Stellen. Diese treten zuerst an den Ohrrändern, um die Augen und an den Ellebogen auf. Unbehandelt können sich diese Stellen über den ganzen Körper ausbreiten. Übermäßiges Krallenhorn- und Ballenwachstum gehören ebenso zum Symptomkreis der Hautform. Aber auch „untypische“ Anzeichen wie Schleimhautveränderungen, z.B. an den Lefzen und an der Zunge können beobachtet werden. Die Organform kann sich durch allgemeine Schwäche, blasse Schleimhäute und/oder Gewichtsverlust äußern. Nasenbluten kann auftreten. Oft sind die Nierenwerte erhöht.

Der Nachweis erfolgt entweder über eine Blutuntersuchung oder über eine Lymphknoten- bzw. Knochenmarkspunktion. Bei der Blutuntersuchung wird die Konzentration der körpereigenen Antikörper (Ak) gegen den Erreger bestimmt, bei der Punktion wird der Erreger selbst nachgewiesen. Beide Nachweismethoden haben Vor- und Nachteile: Der Nachweis von Ak sagt nicht unbedingt etwas über den Gesundheitsstatus des Hundes aus. Auch ein Hund, dessen Immunsystem in der Lage ist, die Leishmanien „im Schach“ zu halten, kann einen erhöhten Ak-Titer haben. Bei der Punktion gilt der Nachweis nur dann als beweisend, wenn tatsächlich Erreger nachgewiesen werden. Ist die Probe negativ, bedeutet dies nicht, dass der Hund keine Leishmaniose hat, sondern nur, dass in der untersuchten Probe keine gefunden wurden. Wie bei allen Infektionskrankheiten müssen die Laborergebnisse immer in Zusammenhang mit den klinischen Symptomen interpretiert werden.

Die Behandlung der Hautform ist in der Regel einfacher als die der Organform, auch wenn sie auf den ersten Eindruck oft sehr viel schlimmer aussieht. Es gibt eine ganze Reihe an Medikamenten, die zum Einsatz kommen können. Die jeweilige Therapieform muss individuell gewählt werden, je nach Form und Schwere der Erkrankung. Auch die Organfunktionen (Leber, Niere) spielen eine wichtige Rolle bei der Wahl der Medikamente.

Prophylaxe: Es existiert keine Impfung. Der einzige Schutz besteht in der Abwehr der Sandfliege, z.B. durch Anlegen eines Scalibor ®-Halsbandes.

Übrigens: Reinrassige Podencos aus spanischer jagdlicher Zucht erkranken in aller Regel nicht an Leishmaniose (auch wenn der Ak-Titer erhöht ist). Die jahrhundertelange Leistungsauslese hat nur Hunde, die immun gegen Leishmaniose sind, zur Fortpflanzung gelangen lassen. Beim Galgo sieht dies etwas anders aus: Durch die immer wieder erfolgte Einkreuzung von englischen Greyhounds ist der Anteil an reinrassigen Jagdgalgos mittlerweile sehr gering. Auch Podencomischlinge sind nicht unbedingt vor der Leishmaniose gefeit.

Impressionen aus dem DUO-Land

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